Verkaufen hat ein schlechtes Image. Wir alle denken an den Telefon-Verkäufer der nicht aufhören will seine Argumente vorzutragen, oder an die Verkäuferin in der Boutique, die sofort aufspringt, wenn du reinkommst und dich direkt mit dem neuen heißen Teil anspringt.

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Das schlechte Image ist aber in meinen Augen total unangebracht. Im Gegenteil: Wir alle, die wir ein Unternehmen haben und führen müssen selbst gute Verkäufer sein.

Sicherlich denkst du, dass du das eigentlich nicht willst und dass du lieber deinen Job machen möchtest anstatt diesen ganzen ätzenden Aufwand in Sachen Marketing und Vertrieb zu betreiben, richtig? Wenn dem so ist, solltest du jetzt unbedingt weiterlesen.

 

Marketing und Vertrieb – nicht mit mir – oder doch?

Ich selbst hatte ein ähnliches Mindset. Ich wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen, dass das für mich – als astrein ausgebildete Beraterin und Designerin mit Studium, Ausbildung und Weiterbildung – irgendwie relevant wäre. Marketing okay ja, ich komme ja ursprünglich aus der Werbung, aber Vertrieb? No Way! Als mein Mann dann noch meinte ich müsse Kaltakquise betreiben hab ich gedacht mich trifft der Schlag.

Doch dann ging ich eben getrieben durch die Worte meines Mannes auf eine Vertriebsveranstaltung, um mir das nötige Handwerkszeug angedeihen zu lassen. Nach einer nur Stunde auf dieser Veranstaltung war mein Mindset komplett verändert. Der Veranstalter ist nämlich direkt auf all die eben genannten Gedanken eingegangen und hat sie mit der folgenden Argumentation pulverisiert…

 

Wir alle Verkaufen und das täglich mehrfach

Wir alle sind Verkäufer, auch wenn das nicht unsere eigentliche Berufsbezeichnung ist. Wir verkaufen uns jeden Tag: Sei es in einer Diskussion, in der wir unsere Meinung Kund tun, oder wenn wir neue Leute kennenlernen – dann verkaufen wir unsere Meinung und uns als Person. Wenn du einen neuen potentiellen Kunden kennenlernst verkaufst du – am Telefon, oder in direktem Kontakt. Wenn du in der Vergangenheit ein Vorstellungsgespräch hattest, hast du dich verkauft. Das mag im ersten Moment irgendwie negativ klingen, aber das ist es nicht. Wie toll war das Gefühl, als du den Job bekommen hast? Wie sehr freust du dich, wenn dich wieder ein Kunde beauftragt hat?

Du musst es dir Bewusst machen, dass du ein Verkäufer bist. Nur dann kannst du daran arbeiten besser zu verkaufen!

 

Was macht also einen guten Verkäufer aus?

Ein guter Verkäufer verkauft ja nicht nur. Ein guter Verkäufer kennt sein Produkt ganz genau. Nicht nur das: Er kennt auch seine Kunden ganz genau. Er weiß was sie bewegt, was sie brauchen, welche Probleme sie haben. Ein guter Verkäufer berät seine Kunden. Ein guter Verkäufer ist deshalb so gut, weil seine Kunden gerne bei ihm einkaufen und das gerne immer wieder. Nämlich weil er gut beraten wurde und ein gutes Produkt erhalten hat, bei dem die Qualität stimmt oder eine Dienstleistung empfangen hat, die ihm tatsächlich geholfen hat.

Die Beratung – die du gerne machst, die ich gerne mache – ist ein entscheidender Punkt in einem Verkaufsprozess.
Damit kannst du dich doch identifizieren oder?

Egal was du tust oder welche Produkte du hast: Du möchtest deine Kunden gut beraten und du möchtest deine Leistungen und/oder Produkte deinen Kunden verkaufen, oder?

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mein Mindset hat sich nach diesem Gedankenanstoß komplett verändert!

 

Marketing und Vertrieb sind untrennbar miteinander verknüpft

Kaltakquise ist nicht meine Welt. War es nie, wird es nie. Daher habe ich mir andere Wege gesucht, um neue Kunden zu gewinnen.

Mein heiliger Gral ist das Content-Marketing. Ich liebe Social Media – von der ersten Stunde an. Ich führe eine Facebookseite, bin extrem aktiv auf Instagram, habe einen Pinterest-Account und eben diesen Blog hier.

Geplant ist zudem ein Podcast, ein Newsletter und Live-Videos auf Facebook und Instagram.

Ich sage nicht, dass dies einfacher ist als Kaltakquise, aber es liegt mir einfach mehr diesen Weg zu gehen. Es ist definitiv viel Arbeit, die ich neben dem eigentlichen Tagesgeschäft bewältigen muss, aber für mich und digitallotsen funktioniert das wunderbar.

All das ist aber auch Verkaufen! Nur auf anderen Wegen.

Liefere den Leuten einen Mehrwert über deine Kanäle und die Kunden werden kommen. Du musst nur dranbleiben und kontinuierlich Inhalte liefern.

 

Eine weitere Alternative zur Kaltakquise ist die Pflege von Netzwerken

Neben dem ganzen Online Marketing besuche ich auch Netzwerkveranstaltungen. Barcamps sind eine gute Gelegenheit neue Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Ebenso kann ich dir die App und Webseite „Meetup“ ans Herz legen, um Veranstaltungen die zu dir und deinem Business passen zu finden.

 

Egal was du tust, es dauert seine Zeit

Ob du nun telefonierst, einen Blog betreibst, Social Media nutzt oder auf Netzwerkveranstaltungen gehst. Natürlich werden deine Kunden nicht direkt beim Erstkontakt zuschlagen. Da ist der schnelle Erfolg wohl am Ehesten bei der Kaltakquise möglich. In allen Fällen musst du wohl zur rechten Zeit am rechten Ort sein, um einen schnellen Erfolg zu meistern.

In den meisten Fällen dauert es aber auch einfach erstmal, bis die Leute dich so wahrnehmen wie sie sollen, oder du am Telefon so perfekt verkaufen kannst, um direkt Termine zu bekommen.

 

Verknüpfe Marketing und Vertrieb miteinander

Durch die heutigen technischen Möglichkeiten, kannst du Vieles tun um einfach sichtbar zu sein:

  • Erstelle eine Internetseite
  • Schau wo sich deine Zielgruppe im Internet befindet und sei auch dort. Damit meine ich Social Media Kanäle und/oder Foren
  • Mache Werbung für dein Unternehmen
  • Biete einen Newsletter an: die Leute die sich dort anmelden sind ganz konkret an deinen Leistungen und Produkten interessiert. Das sind schon fast Kunden – du musst nur noch gute Newsletter machen und ordentlich abliefern. Dann werden sie irgendwann kommen.
  • Kenne deine Zielgruppe und gib ihr was sie braucht und will
  • Telefoniere alten Kontakten ruhig auch nochmal hinterher – vielleicht haben sie dich vergessen und hätten doch (nochmal) Interesse an deinem Angebot

 

Ich weiß es ist viel Arbeit – die du zur Not auch rausgeben kannst. Insbesondere im Bereich Online-Marketing gibt es viele Möglichkeiten die Arbeit rauszugeben. Entweder gibst du es eine Agentur, einen Freelancer oder beispielsweise auch einer virtuellen Assistenz.

Mir ist es selbst auch erst kürzlich aufgefallen, dass dieser scheinbar neue Beruf aus dem Boden gesprossen ist. Es gibt Leute, die sich auf die Social Media Kommunikation von Unternehmern spezialisiert haben. Du gibst Ihnen beispielsweise einmal im Monat deine Inhalte und Ideen, sie erstellen einen Redaktionsplan, welchen sie dann auch für dich abarbeiten. Habe ich bis jetzt noch nicht, finde ich aber super!

 

Verkaufen ist doch nicht so schlecht, oder?

Du merkst also: Verkaufen ist gut und wir alle sind Verkäufer. Wir sollten zusehen, dass wir auch gute Verkäufer sind. Je eher du dich darauf einlassen kannst, dass Verkaufen etwas Gutes ist, desto eher wirst du Kunden anziehen, die auch zu dir passen.

Wie siehst du es? Findest du dich in diesem Artikel wieder? Konnte ich dich überzeugen, dass Verkaufen etwas Gutes ist? Ich würde mich sehr über deinen Kommentar freuen!

 

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