Branding - Entwickle dich zur Marke - mit digitallotsen

Hast du dich auch schonmal gefragt, was ein Branding eigentlich genau ist oder wie man es durchzieht? Letztere Frage habe ich vergangene Woche auch von einem meiner Leser erhalten. Letzte Woche habe ich dir erläutert, wie du deinen Wunschkunden definierst. Wenn du das gemacht hast, ist es nicht mehr so schwer, dein Branding aufzubauen: Denn du kennst ja jetzt deine Zielgruppe ganz genau und weißt, wie du sie am besten ansprechen kannst.

 

Aber zuerst: Was ist denn überhaupt ein Branding?

Fiona Humberstone schreibt in ihrem Buch „How to style your brand“ (Affiliate Link), das der Prozess der Erschaffung eines Brandings dem Erschaffen einer Magie gleichkommt. Diese macht eine emotionale Beziehung zwischen dir, deinem Business und deiner Kunden möglich. Es geht also darum eine überwältigende Mehrheit der Kunden zu erreichen, die mit dem Herzen kaufen und nicht mit dem Kopf.

“This process is about creating something magical, something that creates an emotional connection between you, your business and your customer. It’s about tapping into the overwhelming majority of customers who buy with their hearts, not their heads.”

 

Womit kaufst du? Mit dem Kopf oder mit dem Herzen?

Soweit, so romantisch. Dennoch ist es so: Die allermeisten Kaufentscheidungen werden nicht mit dem Kopf getroffen. Sie werden ganz klar mit dem Herzen (oder aus dem Bauch heraus – du weißt, was ich meine) getroffen. Die Leute kaufen, weil sie etwas wollen – nicht weil sie etwas brauchen.

Ich kaufe keine Apple Watch, weil ich sie brauche – nein! Ich will sie, weil ich sie will. Sie ist schön, praktisch und doch unwichtig! Trotzdem habe ich eine. Mein Herz hat das entschieden.

 

Es bleibt die Frage, was ein Branding ist.

Aus meiner Sicht ist ein Branding alles, was dich und dein Business ausmacht. Deswegen musst du auch genau wissen, wer du bist, was du machst und WARUM du es machst. Weil all das auch dein Branding ausmacht.

Als Beispiel: Du bist Fotograf – ja ein Fotograf aus meiner Leserschaft hat sich dieses Thema gewünscht – also nehme ich ihn auch gerne als Beispiel. Also du bist ein Fotograf, sicherlich hast du ein Logo, deine Farben und auch deine Schriftarten definiert. Jetzt denken die Meisten, dass genau das das Branding ist.

 

Schock, nein!

Das Branding ist so viel mehr. Natürlich gehört dein Logo, deine Farben und deine Schrift dazu, aber dein Branding ist auch die Art und Weise, wie du fotografierst. Dein Stil. Die Art wie du mit deinen Kunden umgehst, die Art wie du deine Fotos auslieferst, deine Webseite, dein Büro, du selbst. Ganz besonders du selbst! Denn Fotografen gibt es viele, aber es gibt keinen wie dich. Keiner wickelt die Shootings und Veranstaltungen ab wie du. So sollte es sein!

An der Stelle kannst du dich abheben: Wenn du beispielsweise Hochzeitsfotograf bist, dann biete deinen Kunden etwas, was ihnen niemand sonst bietet. Biete ihnen beispielsweise ein gutes Gefühl dabei dich zu buchen. Sicherlich hast du schon viele Hochzeiten begleitet. Was sind die größten Sorgen und Nöte deiner Kunden? Genau hier kannst du ansetzen.

 

Die Fotos sind alles, was bleibt!

Machen wir uns nichts vor. Das was einem von dem Tag der Tage bleibt, sind am Ende die Fotos. Die dürfen und sollten meiner Meinung nach auch ihren Preis haben (ja, das gehört auch zu deinem Branding). Dafür sollten deine Kunden aber auch schon im Vorfeld etwas geboten bekommen. Und im Nachhinein. Die Bilder beispielsweise per Webseite auszuliefern: Schön praktisch. Aber noch schöner, sind immer noch die Bilder in der Hand. Lass die Auswahl des Paares produzieren und liefere sie in einer feinen Mappe aus. In der Mappe kannst du dann zum Beispiel 3 Visitenkarten beilegen mit der Bitte, zwei davon an potentielle Kunden für dich weiterzureichen und dich zu empfehlen.

Wenn du deinen Kunden mehr bietest als andere, sind sie zufrieden. Wenn sie zufrieden sind, sagen sie es weiter. Und die nächsten, die all das hören, die wollen dich, weil du granatenstark ablieferst – das Gesamtpaket stimmt! BÄM: Herzensangelegenheit!

 

Kurz gesagt: Ein Branding ist…

  • …deine Marke,
  • …dein Stil,
  • …deine Art und Weise,
  • …natürlich auch dein Corporate Design,
  • …die Art, wie du dein Vorstellungsgespräche führst
  • …die Art, wie du kurz vor dem Termin nochmal von dir hören lässt, ohne dass sie dich fragen müssen, ob alles klar geht.
  • …dein Equipment
  • …deine Werbung
  • …dein Erscheinungsbild
  • …logisch, auch deine Fotos und die Art wie du sie bearbeitest
  • …oder eben die Entscheidung, gewisse Dinge eben nicht zu tun oder anzubieten

…und sicherlich noch mehr.

 

So erschaffst du dein Branding

  1. Also wie schon gesagt, musst du vorab deine Zielgruppe kennen. Du solltest dir auf jeden Fall über ihre Sorgen, Nöte und Wünsche bewusst sein.
  2. Du musst wissen, warum du das alles machst, was genau du machst und wie du das machst (also deine Art und Weise)
  3. Du lässt dir ein Corporate Design erstellen, was zu all dem eben genannten passt und deine Zielgruppe anspricht.
  4. Roter Faden! Du überlegst dir ganz genau, wie du deine Kunden nun ansprichst und ziehst das absolut durch.

 

So erreichst du den roten Faden

  • Damit meine ich deine Texte, deine Wortwahl und deine Ansprache.
  • Verwende deine Farben in jeder Art von Kommunikation und Werbung – die Leute müssen schon ohne das Logo erkennen, dass du das bist. Ein ganz tolles Beispiel hierfür ist die Illustratorin Johanna Fritz. Sie zieht ihre Farben und ihren Stil überall durch und das funktioniert einfach so perfekt.
  • Überlege dir, wie du deine Kunden begrüßt. Gib ihnen ein gutes Gefühl. Ist es ein Hochzeitspaar? Schenke ihnen eine kleine Sektflasche zur Verlobung!
  • Achte auf ein tolles Ambiente bei dem Begrüßungs-/Vorstellungsgespräch. Etwas Besonderes, etwas das dem Kunden im Kopf bleibt.
  • Achte auf eine kontinuierliche Kommunikation mit deinen neuen Kunden. Es gibt Veranstaltungen ohne Ende. Bist du zuverlässig, kommen sie wieder! Melde dich kurz vor dem Termin nochmal mit ein paar netten Zeilen, oder einem Video, oder, oder, oder. Lass dir was einfallen.
  • Biete ein wenig mehr Service – denk nicht nur pragmatisch. Denke einen Schritt weiter. Mach dich zu etwas Besonderem.
  • Zieh dein Corporate Design durch. Egal was es ist – es muss immer aus einem Guss sein. Lass da ruhig einen Profi dran, damit du dich um dein Kerngeschäft kümmern kannst. Die Kosten für die Grafik, den Druck und das schicke Papier kannst du in deine Preise einkalkulieren.

 

Mach dich, deine Fähigkeiten und dein Business zu einer Brand – sei eine Marke

Das können nicht nur große Unternehmen – du kannst das auch. Mach dir einen Plan und zieh den durch. Glaub mir, du wirst deine Erfolge feiern.

Du wirst dadurch nicht nur erfolgreicher agieren, sondern du wirst zufrieden und stolz sein.

Sicherlich ist aller Anfang schwer und der Erfolg lässt zunächst erstmal auf sich warten. Und ja klar, es kostet erstmal Geld. Aber du wirst – wenn du dein Business durchdenkst und es dann strategisch aufsetzt und aufbaust deine Taler schon wieder reinholen.

Die Leute werden dich wollen, weil das was du machst fantastisch ist und dein Gesamtpaket stimmt.

 

Design aus Hattingen // digitallotsen

Illustration: aurielaki/Shutterstock.com

Übrigens: Ich kann nicht nur große Worte schwingen: Ich kann auch Grafikdesign, Illustration, Strategie und Webentwicklung. Wenn du also Hilfe bei deiner Strategie oder deinem Design brauchst, lass es mich gern wissen.

Ich verhelfe dir gern zu deiner Marke!

 

Hat dir der Artikel geholfen?

Wenn dir der Artikel gefallen oder geholfen und dich vielleicht sogar motiviert hat dich neu aufzustellen, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen.