Letzte Woche habe ich dir erklärt wie du einen hervorragenden Auftritt auf Instagram hinlegst, indem du dein Profil optimal gestaltest – diese Woche geht es um dein gutes Instagram-Posting. Was macht ein gutes Instagram-Posting aus? Wie bekomme ich meine Follower dazu mit mir zu interagieren? Diese und weitere Fragen werde ich heute in den folgenden Zeilen klären.

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Das allerwichtigste in deinem Instagram-Posting ist…

…natürlich das Bild! Worum auch immer es gehen mag, achte darauf, dass du hervorragende Bilder postest. Nichts anderes bewegt deine Follower und die Hashtag-Klicker dazu deinen Text zu lesen und sich dein Profil anzuschauen.

Du verstehst also, dass die allermeiste Energie von dir in dein Bild fließen muss.

 

Was also ist wichtig, um den allerersten Eindruck zu rocken?

Dein Bild muss ein richtiger Eyecatcher sein und die Betrachter in seinen Bann ziehen. Es muss eine Emotion wecken.

Das heißt für dich: Es muss spannend, unterhaltend, erschreckend, lustig oder einfach nur wunderschön sein! So schaffst du es auf jeden Fall die Aufmerksamkeit zu gewinnen und ein gutes Instagram-Posting zu beginnen.

Des Weiteren solltest du darauf achten, dass das Bild einfach „ordentlich“ ist: Ich meine damit, dass du beispielsweise deinen Wäscheberg nicht mit im Bild hast, oder Müll von der Straße oder, oder, oder. Achte darauf, dass auf dem Bild wirklich nur das wesentliche zu sehen ist. Das mag für den einen banal klingen, für den anderen aber nicht.

 

Das Zusammenspiel von Licht und Schatten

Egal was du für ein Foto machst: Achte auch die Schatten und Lichter. Es darf nichts wegbrechen, weil zu viel Licht vorhanden ist. Es darf aber auch nichts „zusuppen“, weil es zu dunkel ist.

Bei Fotos von Menschen solltest du darauf achten, dass das Licht beispielsweise im Geschicht nicht zu harte Schatten wirft. Das passiert zum Beispiel bei strahelndblauen Himmel und Sonnenschein. Dreh dich oder die Person so ins Licht, dass die Schatten schön fallen 🙂

Auch bei Kleidung können Licht und Schatten ein Problem sein: Je nach dem wie das Licht einfällt und die Kleidung Falten wirft, können extrem unvorteilhafte Schatten entstehen.

Also achte auf das Zusammenspiel von Licht und Schatten.

 

Suche dir Linien in deinen Bildern

Das menschliche Auge steht auf Symmetrie und Ausrichtungen. Deswegen solltest du bei deinen Bildern auf die Linien achten, die vor deiner Linse auftauchen. Damit meine ich zum Beispiel den Horizont, Häuserkanten, Laternen, Wege, etc. Diese sollten möglichst waagerecht/senkrecht verlaufen und rechte Winkel bilden. So wirkt ein Foto einfach harmonischer.

Wenn du Diagonalen nutzt, dann sollten diese von links unten nach rechts oben verlaufen. Das ist die sogenannte positive, aufsteigende Diagonale. Wir haben einfach ein besseres (positiveres) Gefühl bei einer positiven statt einer negativen Diagonalen. Hier ein Beispiel:

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Na was meinst du? Positiv ist besser von Bauchgefühl her, oder?

 

Lenke den Blick des Betrachters

In deinen Bildern wird es in 99% der Fälle eine Sache/Person geben, die das Hauptmotiv bildet. Achte darauf, dass genau diese Sache oder Person auch heraussticht. An den Bildrändern sollte nichts auftauchen, was den Blick des Betrachters ablenkt.

Im Letzten Absatz habe ich über die Linien in Bildern geschrieben. Diese kannst du auch nutzen um den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv zu lenken.

 

Die Kontraste – alles andere ist ein einziger Brei

Wenn dein Bild keine oder kaum Kontraste aufweist, wird es zu einem langweiligen und breiigen Bild, welches einfach überscrollt wird – so erschaffst du kein gutes Instagram-Posting, sondern gehst im Einerlei unter. Deswegen solltest du auf helle und kontrastreiche Bilder achten.

 

Genug von den Fotos, kommen wir zur zweitwichtigsten Sache in deinem Posting

Kannst du es dir denken? Genau! Du hast es erraten. Dein Text.

Insbesondere der allererste Satz muss den Betrachter einladen weiterzulesen. Der erste Satz in deinem Instagram-Posting ist ebenso wichtig wie das Bild, oder wie die Headline in einem Blogartikel.

Wenn Bild und erster Satz stimmen, wird der Nutzer auch den Rest lesen – sofern dieser informativ, spannend, witzig oder unterhaltsam ist. Ich möchte behaupten, dass es sich hier ähnlich wie bei einem guten Blogartikel verhält.

Für mich (digitallotsen auf Instagram) funktioniert die Weitergabe von Wissen (informativ) am allerbesten. Das sind die Postings, die die meisten Likes bekommen. Ich denke es sieht bei den ganzen Fashion- und Livestyle-Accounts ähnlich aus. Sie zeigen schöne Dinge und geben den Nutzern alles was sie brauchen, um sie nachzuahmen.

Unter dem Strich ist es so, dass der Text einfach einen Mehrwert für den Nutzer haben muss. Abgesehen von meinen Inktober-Illustrationspostings bin ich kein Freund davon einfach passende Hashtags zu verwenden und dem Bild die ganze Arbeit zu überlassen. Aber das ist halt auch eine Strategie-Sache. Manch ein Fotograf/Designer/Illustrator fährt damit auch seeeeehr gut. Meine Empfehlung ist an der Stelle einfach eine andere.

 

Wo wir gerade beim Thema Hashtags sind…

Die richtigen Hashtags sind auch sehr wichtig. Der Fokus liegt hierbei aber wirklich auch auf den Richtigen:
Bitte überlege dir vorab,

WER IST DEINE ZIELGRUPPE?
und
WAS MÖCHTEST DU MIT DEINEN INSTAGRAM-POSTINGS ERREICHEN?

Meine Zielgruppe sind Unternehmer und Unternehmen, die Online noch nicht erfolgreich platziert sind, sich verbessern wollen, oder noch gar nicht Online zu finden sind – dies aber wollen. Ich fokussiere mich derzeit auf das Ruhrgebiet.

 

Ein grandioser Tipp für dich

Wenn du einen Account hast, der sich um ein physisches Geschäft – also beispielsweise ein Friseurgeschäft, Florist, Gastro, Bäcker, Boutique, Deko, Handwerker, Freelancer, kleine Agentur, Ärzte, oder ähnliches – dreht, dann solltest du immer (!!!) deine umliegenden Städte in den Hashtags nennen. So gibst du den Menschen die Chance dich auch zu finden. Dieser Tipp gilt für alle, wie mich, die lokal Kunden gewinnen möchten.

 

Noch ein Pro-Tipp

Er spielt in den eben genannten Tipp mit ein: Wenn du lokal Kunden gewinnen möchtest solltest du immer deinen Ort angeben. Dabei sollte es sich ebenfalls um deine Stadt handeln – nicht um deinen Unternehmenssitz!

Warum?

Kann ich dir sagen: Wenn du in der Instagram-App auf die kleine Lupe und in die Suchleiste tippst und anschließend den Reiter „Ort „anwählst, werden dir als allererstes deine nächsten Städte angezeigt. Tippst du eine davon an, werden alle Postings an diesem Ort angezeigt. Wenn du deine Beiträge mit deinem Ort verbindest, wirst du auch dort angezeigt! Das macht es Personen und somit potentiellen Kunden in deiner Nähe möglich dich zu finden oder einfach aufmerksam auf dich zu werden.

Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich schaue regelmäßig in die Postings aus meiner Umgebung. Die Wahrscheinlichkeit, dass andere dies auch tun ist sehr hoch!

Ich nehme immer #Hattingen #Bochum #Dortmund #Essen #Ruhrgebiet mit rein.

Deinen Accountnamen solltest du auch immer als Hashtag verwenden. Wenn jemand proaktiv nach dir sucht hat er es damit auch leichter.

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Wähle Worte, die deine Zielgruppe interessieren könnten

Zudem sollten in jedem Posting Hashtags vorkommen, die zu dem Bild und Text, aber auch zu den Interessen deiner Zielgruppe passen. Ich habe zum Beispiel einmal eine Zahnfeeillustriert und in den Hashtags dann auch #Zahnarzt #Zahnärzte #Zahnpflege, etc. mit aufgenommen. Ich war der Meinung, dass dieses Bild eventuell auch für Zahnärzte interessant sein könnte, wenn diese gern eine neue Broschüre machen wollen, die beispielsweise Eltern und Kinder ansprechen soll. Due siehst, es geht um mehr als nur irgendwelche Schlagworte. Für ein gutes Instagram-Posting solltest du dir ganz genau überlegen, welche Hashtags hier passend sind. Es geht nicht nur darum das Bild zu beschreiben, sondern auch darauf bei den richtigen Leuten aufmerksam zu machen.

 

Wähle die richtige Sprache…die Sprache deiner Zielgruppe

Daher nutze ich vorrangig deutsche Hashtags! Natürlich gibt es für manche Begriffe kein deutsches Hashtag – dann nehme ich auch das Englische oder „Denglische“. Aber in erster Linie achte ich echt darauf genau diese Leute anzusprechen: Die Sprache ist er erste Schritt!

Der zweite Schritt ist natürlich dementsprechend die Formulierung. Sprichst du Privatpersonen an, kannst du lockerer Formulieren. Sprichst du aber – wie ich – Unternehmer an, solltest du auf einen vernünftigen Stil achten.

Klare kurze Sätze, etc., etc. Bei der Formulierung eines guten Blogartikels ist es ähnlich!

 

Und da sind wir schon bei dem eigentlichen Text angekommen

Nutze Absätze um deine Texte zu formatieren. Wie Absätze?! Ja das geht!
Dafür Tippst du (am iPhone) auf die Taste „123“. Dann taucht rechts unten die Taste „return“ auf. In jede Zeile die frei bleiben soll musst du ein Zeichen einfügen, damit Instagram den Text nicht wieder zusammenzieht. Ich nehme hier immer einen Punkt „.“ – du kannst diesen nutzen, oder ein Sternchen, oder einen Smilie, oder, oder, oder.

Das war die Technik – jetzt zu der Begründung. Wenn dein Text auch auf Instagram sinngemäß formatiert ist, machst du es dem Nutzer leichter deinen Text bis zum Schluss zu lesen. Also nutze das und gib ihm die Chance.

 

Fordere deine Betrachter zu einer Handlung auf

Möchtest du das deine Betrachter kommentieren und liken, oder ist dir das egal?

Du hast mir im Kopf bereist eine Antwort gegeben oder? Klar – das war ja auch eine Suggestivfrage. Die Antwort liegt nahe und man spürt einfach einen innerlichen Drang eine Antwort darauf zu geben. Es ist einfach einladend. Das kannst du nutzen um eine Diskussion in deinem Instagram-Posting auszulösen. Du kannst auch provokante Fragen, bzw. einfache stellen oder dazu auffordern einen Kommentar zu hinterlassen.

Das alles funktioniert unterschiedlich gut – probiere dich da mal durch und schau was für dich am Besten funktioniert. Aber setze immer eine Art Handlungsaufforderung an den Anfang oder das Ende deines Textes. Wenn du diese Handlungsaufforderung noch in Versalien (Großbuchstaben) schreibst, kannst du die Aufmerksamkeit des Betrachters darauf lenken und erhöhst die Chance auf eine Reaktion.

 

Nutze Smilies – aber denk dran: Weniger ist mehr.

Ich finde den Einsatz von Smilies super. Sie unterstützen deine Inhalte und lockern die Texte auf. Zudem geben sie dem Schwarz auf weiß einen Farbtupfer. Aber nutze sie bitte weise. Zu viele Smilies wirken meiner Meinung nach unseriös und überladen einen Text sehr schnell.
Meine Faustregel lautet maximal ein Smilie pro Absatz! Maximal! Du kannst auch mal zwei Smilies in einen Absatz setzen – der nächste Absatz sollte dann aber ohne auskommen.

 

Das ist nur mein Rezept für ein gutes Instagram-Posting

…du kannst es auch ganz anders machen. Oder du nutzt dieses Rezept auch für dich und du verfeinerst es. Man lernt ja bekanntlich nie aus – auch ich nicht. Ich sage nicht, dass dies das Nonplusultra ist – aber für mich funktioniert das eben gut.

Es mag jetzt auf den ersten Blick vielleicht so aussehen, dass es unfassbar viel zu bedenken gibt. Wenn du damit jetzt beginnst ist es auch so. Aber nach einigen Postings, wirst du diese Dinge verinnerlicht haben. Dann wird es keine große Sache mehr sein.

 

In der kommenden Woche schreibe ich über das Gewinnen von neuen Followern und was man auf gar keinen Fall machen sollte (und warum).

Wie lautet dein Rezept für ein gutes Instagram-Posting? Wie wichtig sind dir Likes und Kommentare?

Schreib mir einen Kommentar mit deiner Meinung.

 

Ich freue mich drauf!
Deine

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