Bist du bereits online? Fast alle, die ein eigenes Business haben, können auf eine Website nicht mehr verzichten. Wo sonst kann man sich einer breiten Masse an potenziellen Interessenten oder gar Kunden präsentieren?

Doch Website ist nicht gleich Website. Je nachdem um welches Business es geht, muss eine Website mehr oder weniger leisten. Manch einer braucht eine reine Visitenkarte online, ein anderer einen Onlineshop, ein Dritter vielleicht eine Service-Seite mit Chat-Funktion oder eine einfache Landingpage für ein Produkt. Die Anforderungen sind so vielfältig wie wir selbst.

Bevor jetzt aber Panik einsetzt bei der Frage, wie man genau zu DER Website kommt, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, einmal tief durchatmen: auch ohne Kenntnisse unterschiedlicher Programmiersprachen kann man mit heutigen Systemen eine optisch ansprechende, bezahlbare und vor allem selbst nutzbare Website erstellen!

Anna Siemon Gastbeitrag

Im Dschungel der Systeme

Der Selbstversuch zeigt: starten wir eine Suche mit den Suchworten  „Homepage erstellen“ oder „Webseite erstellen“ bleibt vor allem ein Gefühl zurück – das der Überforderung. So viele unterschiedliche Systeme, Baukästen und Plattformen werben um unsere Aufmerksamkeit. Fast geschenkt kann man gefühlt an jeder Ecke und in „nur 5 Minuten“ oder weniger genau die Website erstellen, die wir uns wünschen. Oder etwa nicht?

Es gibt zwei wesentliche Systeme, die wir unterscheiden können: einmal die Baukasten-Systeme, bei denen wir mit der Installation und dem „groben“ Einrichten der Website nicht viel zu tun haben, und Content Management Systeme (CMS), bei denen wir zwar Dinge wie Installation und Einrichtung in Kauf nehmen müssen, im Gegenzug aber eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten haben.

Bekannte Baukastensysteme sind z.B. Squarespace, das System von 1&1, Jimdo oder auch WIX, wobei Jimdo zumindest derzeit im deutschsprachigen Raum das bekannteste System ist.

Auch wenn die Individualisierungsmöglichkeiten und der Raum für optische Anpassungen außerhalb der festen Vorlagen nicht gerade groß sind: Für kleinere Websites ohne große Bildermenge, die visuell ansprechend und schnell erstellt sein sollen, ist ein Baukastensystem keine schlechte Wahl!

Bei größeren Projekten, die Raum zum Wachsen brauchen lohnt sich der Blick auf ein CMS wie WordPress oder Joomla. Besonders WordPress hat neben dem großen Entwicklungspotenzial für ein Projekt den Vorteil einer sehr großen Community: es gibt viele kostenlose und auch kostenpflichtige Designvorlagen, die stets verbessert und aktualisiert werden, sowie viele Plugins, die deine Website in vielerlei Richtungen erweitern können – zum Beispiel zum Onlineshop, zur Buchungsplattform oder in puncto Mitgliederbereiche.

Im Grundsatz sind für WordPress keine technischen Vorkenntnisse notwendig – ein technisches Grundverständnis ist aber von Vorteil. Ohne dieses Verständnis kann eine Einarbeitung in das System zeitintensiv sein – ganz abhängig vom Projekt. Wer sich davon aber nicht abschrecken lassen will kann sich bei vielen gut gemachten Video-Tutorials über das Einrichten einer Website informieren und er wird auch in den Foren der entsprechenden Themes viele Antworten finden.

 

WordPress  als Allrounder – zumindest meistens

Für viele Projekte ist WordPress super geeignet. Für manche aber eben nicht. Onlineshops kann man auch mit diesem System realisieren – das Einrichten eines solchen Shops zum Beispiel mit WooCommerce auf WordPress ist aber sowohl kosten- als auch zeitintensiv. Für einen kleinen Shop kann sich ein Baukastensystem demnach als sinnvoller erweisen. Ein Abwägen im Vorfeld macht also Sinn.

 

Tipps und Tricks

Du wagst es und willst WordPress eine Chance geben? Gratulation! Ich selbst bin großer WordPress Fan und realisiere alle meine Projekte mit diesem CMS in Kombination mit dem DIVI Theme. Was also solltest du beachten, wenn du deine Website baust?

  • Such dir ein ordentliches Webhosting, am Besten mit 1-Click Installation für WordPress und SSL Zertifikat. Um das SSL-Zertifikat kommst du kaum herum, da die Daten, die z.B. durch das Kontaktformular übertragen werden, verschlüsselt übertragen werden müssen.
  • Lass dir Zeit! Genug Zeit für die Suche nach dem richtigen Theme und Geduld beim Aufbau und beim Einrichten sind wirklich wichtig. Klar braucht jeder mal ein Erfolgserlebnis– aber mach dir keinen Druck! Eine Website ist im Grunde auch nur ein Projekt, das sich entwickeln können muss – und das braucht manchmal eben Zeit.
  • Eine kleine Investition lohnt sich! Gute Themes, die kostenpflichtig sind, können in Kleinigkeiten angepasst und auf deine besonderen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Manche Themes kann man für ein Jahr kaufen, was weniger kostet als eine Lifetime-Lizenz. Teste ausführlich!
  • Einstellungen der Permalinks. Noch vor dem Erstellen deiner ersten Seite solltest du dir überlegen, wie deine URL Struktur sinnvoll aufgebaut werden soll. Meist macht die Option „Beitragsname“ hier Sinn.
  • Informiere dich zur DSGVO! Informationen und Tipps findest du zum Beispiel bei Sabrina Keese-Haufs von Law Likes auf Facebook.

Und wenn wir beim Thema Datenschutz sind: Denk an dein Impressum und die Datenschutzerklärung!

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Plugins – Was brauche ich?

Hast du dich für eine Optik entschieden, nachdem du einige getestet hast, geht es an den Aufbau deiner (Web-) Seiten. Hier können diverse Plugins wirklich hilfreich sein. Ehrlich – die Liste wäre endlos, wenn ich alle guten Plugins aufzählen würde! Die Plugins, die ich dir aber auf jeden Fall ans Herz legen möchte, sind folgende:

  • Ein SEO Plugin. Hier sticht YOAST SEO hervor. Wenn du mit einem SEO Plugin arbeitest bekommst du einen guten Leitfaden an die Hand, wie du für jeden Beitrag beziehungsweise für jede Seite ein Keyword definierst, es entsprechend häufig einsetzt und dann auch die diesem relevanten Keyword gefunden wirst. Im Grund hilft es dir, deine Platzierung bei Google zu verbessern, weil du präzisere Inhalte zu den passenden Themen produzierst. Mein kleiner Tipp am Rande: Setze die Seite deiner Datenschutzerklärung auf noindex, dann landet sie nicht im Google Index und steht bei findigen Abmahnanwälten nicht ganz oben auf der Liste, die nach „alten“ Formulierungen in der Datenschutzerklärung suchen.
  • Kontaktformular. Contact Form 7 beispielsweise ist ein eingängiges und weit verbreitetes Plugin zum Erstellen von Kontaktformularen. Aber Achtung! Denk auch hier an die DSGVO – beim Kontaktformular ist das zwar ein umstrittener Punkt, ob hier das Einverständnis eingeholt werden muss, aber informiere dich bitte! – schau doch einmal hier Einige Themes wie beispielsweise mein Lieblings-Theme DIVI von ElegantThemes haben einen eigenen Kontaktformular-Builder. Hier gilt es zu testen, was dir besser liegt!
  • SPAM adé! Wir alle hassen Spam. Es hilft keinem (ok, zumindest nicht „den Guten“) und ist nur ein Zeitfresser und nervt. Das Plugin AntiSpam Bee dämmt den Spam ein. Auch hier gilt: Denk bei der Einrichtung an das Thema Datenschutz und lass die Kommentare nicht mit IP Listen abgleichen, sonst wird gegen die neuen Datenschutzbestimmungen verstoßen.
  • Übersetzung. LOCO Translate ist ein simples und super funktionales Plugin und perfekt für dich, wenn du deine Seite in zwei oder mehr Sprachen darstellen möchtest. Hier gilt: Lies dir einmal die Dokumentation durch, wenn du Probleme beim Einrichten hast oder suche Tutorials!

 

Zum Abschluss noch zwei Tipps von mir:

Tipp No.1: Wenn du dich durch den Dschungel der kostenlosen Themes einmal durchgeklickt hast und noch nicht das passende gefunden hast, schau dir das DIVI Theme von Elegant Themes an. Es bietet eine Menge vordefinierter Layouts, du kannst es extrem variabel einsetzen und anpassen, und du kannst es im Frontend mit dem visuellen Builder, quasi „vorn“ auf der jeweiligen Webseite anpassen!

Tipp No.2: Such dir Hilfe, egal ob in Form einer Facebook-Gruppe oder einem direkten Ansprechpartner. Das kann dir so manche vergeudete Stunde sparen, wenn du an einem kleinen Einstellungs-Problem hängst! Kommst du nicht weiter, kannst du mich unter www.netz-sprung.de anschreiben!

 

Die Autorin Anna Siemon

Anna-SiemonIch bin Anna von Netz.Sprung, WordPress-Expertin und Problemlöserin. Ich helfe bei Fragen rund um WordPress Websites und bin da, falls Fragezeichen beim Websiteaufbau aufkommen.
Netz.Sprung
Anna Siemon
Hangarsteinstr. 31
34130 Kassel
mobil: 0176-32619695

Anna Siemon Gastbeitrag

 

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