Influencer-Marketing ist in aller Munde – das hast du sicher schon gemerkt. Angeblich sollen sie die Lösung aller Marketing-Sorgen sein. Doch was ist das eigentlich ein Influencer und wie kann ich passende Influencer finden? Das sind einige Fragen, die ich diese Woche in diesem Blogartikel für dich beantworten möchte.

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Auch ich war schon auf der Suche nach sogenannten Influencern für Kundenprojekte. Doch bevor du auf eine erfolgreiche Suche nach einem passenden Influencer gehen kannst, möchte ich dir erklären, was einen echten Influencer überhaupt ausmacht und auf was du achten musst, um nicht etwaigen „Betrügern“ auf den Leim zu gehen. Denn einer Sache kannst du dir sicher sein: Selbsternannte Influencer gibt es leider viele, weil Viele heute gerne für das Bloggen bezahlt werden möchten und Influencer zu sein, scheinbar extra hip ist.

 

Aber was ist denn nun ein Influencer?

Es ist zumindest nichts Neues. Nur der Name ist ein anderer. Früher haben wir im Marketing von Meinungsmachern, oder Multiplikatoren gesprochen. Das sind Leute, die mit ihren Inhalten und Kanälen viele Menschen ansprechen, bzw. deren Meinung für andere Menschen sehr wichtig ist. Der Begriff Influencer stammt von dem englischen Wort „influence“ => beeinflussen ab. Gemeint ist damit also eine Person, die eine starke Online-Präsenz und damit einen hohen Einfluss auf ihre Follower und Fans in Social Media haben.

Diese Person beeinflusst andere Menschen mit ihrer Meinung und ihren Handlungen.

Dieser Einfluss reicht von der einfachen Meinungsmache bis hin zu einer Kaufentscheidung. Wenn du dich selbst einmal hinterfragst, stellst du schnell fest, dass die Bewertung von Produkten auch für deine Kaufentscheidung sehr wichtig ist. Wenn eine für dich wichtige Person ein Produkt deines Interessens bewertet habt, wirst du zu 99% deine Kaufentscheidung von dieser Bewertung abhängig machen.

Genau das macht Influencer für Unternehmen aller Art so interessant. Wenn du nämlich einen passenden Influencer für deine Produkte findest und dieser dein Angebot auch noch positiv bewertet, werden sehr wahrscheinlich einige neue potentielle Kunden in deinem Leben auftauchen. So zumindest die Hoffnung.

 

Doch was macht denn einen „guten“ Influencer überhaupt aus?

Diese Frage wird meistens mit Kennzahlen, sogenannten Key Performance Indicators (KPI), beantwortet:

  • Wie hoch ist die Reichweite des Influencers auf seinen Kanälen (also wie viele Nutzer erreicht der Influencer tatsächlich)
  • Wieviele Besucher hat sein Blog
  • Wie viele Fans und Follower hat der Influencer auf seinen Kanälen
  • Wie hoch ist seine Engagementrate (wie viele Likes und Kommentare gibt es in Bezug auf die Anzahl der Fans/Follower)

Diese KPIs geben allerdings nur einen Hinweis.

Wichtig ist auch, dass die Themen, mit denen sich der Influencer beschäftigt zu deinen Produkten passen. Teil er die Links nur, oder bewertet er auch? Das reine Teilen von Links hat nichts mit Beeinflussen zu tun. Postet er nur seine Inhalte oder tritt er mit seiner Audience in Diskussionen? Beschäftigt er sich nur mit Produkten und Angeboten von Unternehmen, oder hat er eigene Inhalte und lässt seine Produkt- und Angebotstests einfließen? Letzteres wäre auf jeden Fall wesentlich authentischer. Wie oft postet der Influencer? Regelmäßig oder eher unregelmäßig?

 

Was ist noch wichtig?

Ein weiterer Punkt sind die Reaktionen auf die Inhalte des Influencers. Gibt es welche, wenn ja sind diese positiv oder negativ? Werden die Inhalte geteilt?

Achte darauf, ob und wie die Folgschaft des Influencers reagiert. Es ist nicht entscheidend wie viele Leute erreicht werden, sondern wie effektiv sie erreicht werden. Es ist wie bei einer Werbung: Hohe Impressionszahlen sind schnell erreicht – das sagt aber nur, wie viele Leute die Werbung potentiell gesehen haben, also wie vielen Leuten sie angezeigt wurde. Es sagt aber nichts darüber aus, wie viele Leute am Ende wirklich gekauft haben.

Ich will damit sagen, dass eine Person auch ein Influencer sein kann, wenn sie nicht über eine riesige Gefolgschaft verfügt.

Wichtig ist, dass dieser Influencer die selben Leute anspricht, die du ansprechen möchtest. Ansonsten wäre jede Aktion Perlen vor die Säue!

 

Warum Influencer-Marketing?

In Zeiten von Facebook, Instagram, YouTube und Co ist es als Unternehmen nicht mehr ganz so einfach online sichtbar zu sein und die Aufmerksamkeit zu erhalten, wie du dir das vielleicht wünschst. Influencer hingegen haben diese Aufmerksamkeit. Deswegen kommen mehr und mehr Unternehmer und Unternehmen auf die Idee, diese Aufmerksamkeit zu nutzen, um so auf die eigenen Leistungen und Produkte aufmerksam zu machen. Im besten Fall findet er dein Produkt oder deine Leistung so gut, dass er es/sie seiner (und somit auch deiner Zielgruppe) empfiehlt. Deine Zielgruppe wird zum Kauf beeinflusst.

Zudem hast du die Möglichkeit sehr genaues Feedback (in Form der Kommentare) zu erhalten, welches dich – auch wenn es negativ ist – ein ganzes Stück weiterbringt und dir Hilft dein Angebot zu optimieren.

Wenn alles hervorragend läuft kann es sogar passieren, dass deine Reichweite noch größer wird als erhofft – nämlich wenn der Inhalt des Influencers viral geht und sich die Werbebotschaft über sein Blog und seine Social Media Kanäle hinaus verbreitet.

 

Grundsätzlich hast du drei Möglichkeiten:

  1. Du kannst um eine Rezension bitten (im Blog, als Video, auf Google, Facebook, Amazon, etc.)
  2. Du kannst einen Influencer dein Produkt verlosen lassen
  3. Du kannst – wenn du ein Produkt hast, das länger genutzt wird – einen Influencer bitten dein Produkt langfristig zu testen und dieses in Form von begleitenden Artikeln, oder Videos zu bewerten

 

So findest du einen passenden Influencer

In vielen anderen Blogartikeln werden an dieser Stelle Tools wie Klout, Socialmention, usw. empfohlen. Allerdings bewerten die meisten dieser Tools nur die Quantität der Influencer, also die Anzahl der Follower, die Reichweite, etc. Die Meisten dieser Tools schaffen es aber nicht qualitativ zu bewerten, ob und wie die Follower den Influencer wirklich ernst nehmen.

Meiner Meinung nach ist hier individuelle Recherchearbeit gefragt. Wie zuvor erwähnt ist es wichtig, dass der Influencer die selbe Zielgruppe anspricht wie du. Ich denke das kann kein Tool dieser Welt bewerten. Das kannst nur du, oder deine Mitarbeiter bewerten. Dennoch kann eines dieser Tools dir helfen potentielle Influencer für dich zu identifizieren. Immerhin liefern sie quantitative Indizien. Aber bitte verlasse dich nicht einfach nur auf eines dieser Tools. Sondern achte auf die genannten Punkte, die zeigen, ob ein Influencer ein echter oder ein selbsternannter Influencer ist.

 

Wie du den Influencer ansprichst

Influencer sind auch nur Menschen. Du kannst sie anrufen, sofern die Nummer hinterlegt ist, oder du schreibst ihnen eine Mail. Sei dabei offen und ehrlich und versuche nicht den Influencer durch eine Hintertür dazu zu bewegen über dich und dein Angebot zu berichten.

Kurz zusammengefasst

Unterm Strich ist es auch für dich interessant mit einem Influencer zu kooperieren, um mehr Reichweite zu erhalten und ggf. mehr Produkte und Leistungen zu verkaufen. Hierbei ist es egal, ob du Autor, Anwalt, Trainer oder Osteopath bist. Wenn du es schaffst einen Influencer dazu zu bewegen deine Produkte und Leistungen zu testen, hast du die Chance auf eine größere Reichweite, neue Kunden und virale Verbreitung deiner Werbebotschaft.

 

Hast du dich schon einmal mit dem Thema Influencer-Marketing befasst oder mit dem Gedanken gespielt?

Ich weiß im ersten Moment erscheint einem das Thema total abwegig und nur interessant für große Unternehmen. Aber auch kleine Unternehmen können Kooperationen mit Influencern eingehen. Hinterlasse mir doch einen Kommentar mit deiner Meinung oder falls du noch Fragen hast, mit einer Frage. Ich freue mich drauf!

Deine

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